Die Schrift
Innerhalb der Vielzahl an klassischen Schriften haben wir uns für drei Schriftarten entschieden, die durch ihre Form die wesentlichsten repräsentieren:
Eine klassische Antiqua und zwei Grotesk-Schriften. Eine Antiqua-Schrift ist leicht durch die einzelnen Serifen1) an den einzelnen Buchstaben zu erkennen. Im Gegensatz dazu die Grotesk-Schrift mit ihrer geradlinigen Form.

Diese legendäre klassizistische Antiqua wurde vom italienischen Typographen Giambattista Bodoni (1740-1813) entworfen. Sie glänzt durch ihre kühle Eleganz, hervorgerufen durch einen streng symmetrischen Aufbau. Erst in Verbindung mit einem besonderen Papier und speziellen Farben findet diese Schriftart zur ihrer wahren Form. Die dünnen Serifen der Schriftschnitte geben der Schrift erst ihren unverwechselbaren Charakter.

Die Futura ist der Prototyp der Familie der serifenlosen Linear-Antiquas. Sie wurde 1926 von Paul Renner entworfen und ist stark durch die Bauhaus-Bewegung inspiriert. Ihre Strichstärken sind sehr gleichmäßig und die Form der Buchstaben ausgesprochen geometrisch, was am deutlichsten in den fast kreisförmigen Rundungen sichtbar wird. Ihre Großbuchstaben erinnern ein wenig an das Prinzip der altrömischen Monumentalschrift.
Sie ist eine der populärsten Schriftarten des 20.Jahrhunderts.

Venus bezeichnet eine der serifenlosen Schriften, die um 1907 entstand. Diese Schrift gehört aufgrund ihrer Geradlinigkeit und dem Wegfall jeglicher Schnörkel zu der Familie der Grotesk -Schriften.
1) Serifen sind die häkchenartigen Enden an Buchstaben. Sie verbessern die Lesbarkeit, da sie das Auge lenken bzw. in der Zeile halten.
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